CHANGZHOU, China, 24. September 2026 /PRNewswire/ -- Anfang dieses Monats versammelte Segway in Changzhou mehr als 160 Gäste, darunter Vertreter von über 60 Anbietern im Bereich Shared Mobility, Industriepartner sowie nationale und internationale Medienvertreter. Die Veranstaltung verband Werksbesichtigungen, Produkteinführungen, Testfahrten und Diskussionen über die operativen Herausforderungen der Branche.

Segway arbeitet bereits seit den frühen Wachstumsjahren der Branche mit Anbietern von Mikromobilitäts-Sharing zusammen. Da die Anbieter ihren Fokus von der Flottengröße hin zu Rentabilität, Verfügbarkeit und langfristiger Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge verlagert haben, hat Segway seine Rolle über die Hardware hinaus auf Technologie, Service und Lebenszyklus-Support ausgeweitet.
„Wir liefern nicht nur Produkte. Wir bieten auch Dienstleistungen und Lösungen an. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern praktische Herausforderungen lösen und ihnen helfen, effizienter zu arbeiten", sagte Cid Wang, CEO und Mitbegründer von Segway.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war TCO, Segways Rahmenkonzept zur Bewertung der Flottenökonomie anhand von Umsatzgenerierung, Betriebsausgaben und Kapitalinvestitionen. Anstatt sich allein auf den Kaufpreis zu konzentrieren, berücksichtigt es die Fahrzeugverfügbarkeit, Wartung, den Energieverbrauch und die Lebensdauer der Fahrzeuge – alles Faktoren, die die langfristige Rentabilität der Flotte beeinflussen.
„Bei TCO geht es nie nur darum, ein billigeres Fahrzeug zu bauen. Es geht darum, Flotten zu konzipieren, die Jahr für Jahr höhere Renditen erzielen", sagte Alan Zhao, Geschäftsführer der Geschäftsbereich Commercial Mobility bei Segway-Ninebot.
Segway stellte außerdem seinen E-Scooter der dritten Generation für den Sharing-Einsatz, den R1, sowie die neuen E-Bikes der C-Serie, darunter den C100 und den C200.
Die Plattformen wurden auf der Grundlage dessen entwickelt, was Segway als OCG bezeichnet – Betreiber, Verbraucher und Regierung. Für Betreiber liegt der Schwerpunkt auf Betriebszeit, Wartungsfreundlichkeit und Betriebseffizienz; für Fahrer auf Sicherheit, Komfort und Benutzerfreundlichkeit; und für Städte auf präziserer Ortung, sichererem Fahrverhalten und verantwortungsbewussterem Flottenmanagement.
Der R1 zeichnet sich durch eine modulare Architektur, integriertes IoT sowie verbesserte Ortungs- und Fahrerassistenztechnologien aus. Bei der C-Serie wird ein ähnlicher Plattformansatz wie bei gemeinsam genutzten E-Bikes verfolgt, mit einer höheren Komponentengemeinsamkeit und einem auf Wartungsfreundlichkeit ausgerichteten Design.
Segway stellte außerdem den F100 vor, ein für Lieferzwecke entwickeltes E-Bike, da das Unternehmen gemeinsam mit Kunden und Partnern breitere Anwendungsfälle für die „First Mile" und „Last Mile" untersucht.
Für Segway geht es in der nächsten Phase der geteilten Mikromobilität darum, Fahrzeuge länger im Einsatz zu halten, Betriebsressourcen zu reduzieren und Flotten dabei zu unterstützen, sich effektiver in städtische Verkehrssysteme zu integrieren.
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/segway-bringt-globale-partner-aus-dem-bereich-der-geteilten-mikromobilitat-zusammen-um-das-nachste-kapitel-der-branche-zu-gestalten-302889463.html
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.