Private-Equity-Gesellschaften verlagern ihren Fokus angesichts des verschärften Wettbewerbs

09.07.2026

Die Studie Private Capital Survey von Termgrid für das zweite Halbjahr 2026 zeigt, dass Unternehmen ihre Wettbewerbsvorteile durch operative Effizienz, Spezialisierung und Beziehungen neu definieren.

Die wichtigsten Erkenntnisse sind:

  • Die Marktstimmung bleibt vorsichtig, wobei sich der Optimismus zwischen der EMEA-Region und Amerika unterscheidet.
  • Es wird erwartet, dass Continuation Vehicles die nächste Welle von Liquiditätslösungen vorantreiben werden.
  • 53 % gehen davon aus, dass Nicht-Bank-Kreditgeber ihren Marktanteil in der Fondsfinanzierung weiter ausbauen werden.
  • Die Automatisierung von Arbeitsabläufen rangiert noch vor KI als größte operative Priorität der Unternehmen.
  • Nur 16 % haben KI in ihr unternehmensweites Wissensmanagement integriert.

LONDON und NEW YORK, 9. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Laut der Private Capital Survey H2 26 von Termgrid konkurrieren Private-Equity-Gesellschaften zunehmend über operative Effizienz, Fachwissen und engere Beziehungen statt über Größe. Während die Marktstimmung weitgehend stabil bleibt, deutet die Umfrage darauf hin, dass Wettbewerbsvorteile zunehmend durch die Umsetzung, Liquiditätslösungen und operative Technologie bestimmt werden.

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Die Marktstimmung bleibt verhalten: 38 % sind optimistisch, während 51 % davon ausgehen, dass die Bedingungen weitgehend unverändert bleiben werden. Die Befragten aus der EMEA-Region sind optimistischer (45 %) als diejenigen aus Nord- und Südamerika (35 %), wo die makroökonomischen Bedingungen weiterhin die Spread-Erwartungen dominieren.

Die Bedingungen für die Kapitalbeschaffung bleiben schwierig, was zu einer verstärkten Nutzung alternativer Liquiditätslösungen führt. Das stärkste Wachstum wird für Continuation Vehicles erwartet (33 %), gefolgt von hybriden Fondsfinanzierungsstrukturen (20 %) und NAV-Finanzierungen (19 %). Mehr als die Hälfte der Befragten (53 %) geht zudem davon aus, dass Nichtbanken-Kreditgeber bei der Fondsfinanzierung weiter Marktanteile gewinnen werden, insbesondere in Europa (64 %) im Vergleich zu Nord- und Südamerika (43 %).

Unternehmen differenzieren sich zunehmend durch Fachkompetenz statt durch Größe. Teilnehmer, die mit Unternehmen mit einem EBITDA von mehr als 50 Mio. US-Dollar zusammenarbeiten, betonen Liquiditätslösungen (23 %) und flexible Geschäftsbedingungen (21 %), während diejenigen, die mit Unternehmen mit einem EBITDA von weniger als 50 Mio. US-Dollar zusammenarbeiten, den Fokus auf spezialisierte Anlagestrategien (20 %) und Co-Investment-Möglichkeiten (19 %) legen, um Kapital anzuziehen.

Technologieinvestitionen verlagern sich in Richtung operativer Effizienz. Fast 40 % sehen in der Automatisierung von Arbeitsabläufen die größte Chance zur Verbesserung der Teamkapazität. Während der Einsatz von KI immer mehr zum Mainstream wird, haben nur 16 % sie in das Wissensmanagement ihres Unternehmens integriert. Genauigkeit (32 %), Integration (25 %) und Datensicherheit (20 %) bleiben die größten Hindernisse für eine breitere Einführung.

„Der Wettbewerb in der gesamten Private-Capital-Branche verschärft sich weiter, und die Unternehmen heben sich zunehmend durch operative Exzellenz, Fachkompetenz und stärkere Kundenbeziehungen von der Konkurrenz ab", sagte Dipish Rai, Mitbegründer und CEO von Termgrid. „Da die Einführung von KI immer weiter voranschreitet, werden diejenigen Unternehmen am besten im Wettbewerb aufgestellt sein, die Technologie am effektivsten in ihre täglichen Arbeitsabläufe integrieren."

Informationen zur Umfrage

Ausgewählte Fachleute aus dem Private-Capital-Bereich wurden im Juni 2026 zur Teilnahme an der Umfrage eingeladen. Die Ergebnisse spiegeln ein breites Spektrum an Meinungen aus Nord- und Südamerika (56 %), EMEA (42 %) und APAC (4 %) wider.

Die Umfrageteilnehmer repräsentieren ein breites Spektrum von Akteuren im Bereich des privaten Kapitals, darunter Sponsoren (33 %), Private-Credit-Fonds (29 %), Bankkreditgeber (32 %) und andere (6 %). Die Befragten aus dem Bereich der Sponsoren und privaten Kreditfonds gaben ihre verwalteten Vermögenswerte wie folgt an: über 10 Milliarden US-Dollar (34 %), 5–10 Milliarden US-Dollar (20 %), unter 5 Milliarden US-Dollar (43 %) sowie Evergreen-Strukturen (3 %). Ausführliche Informationen zur Umfrage finden Sie unter app.termgrid.com/termgrid-pulse/private-capital-h2-2026-outlook/

Informationen zu Termgrid

Termgrid ist die marktführende Softwareplattform, die speziell für die privaten Kapitalmärkte entwickelt wurde. Sie wurde von Branchenexperten entwickelt, um Ineffizienzen im Finanzierungsprozess zu beseitigen und den gesamten Workflow für alle Transaktionsbeteiligten zu optimieren, um so die Effizienz und den Überblick in jeder Phase einer Transaktion zu steigern.

Derzeit nutzen über 1.600 Institutionen und 30.000 Finanzexperten aus den Bereichen Kreditnehmer, Kreditgeber und Transaktionsberatung Termgrid, um ihre Finanzierungen abzuwickeln und zu verwalten oder an Transaktionen teilzunehmen. Termgrid hat seinen Hauptsitz in London und New York. Weitere Informationen finden Sie unter www.termgrid.com

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.