Jahresbericht 2025: DIZG baut Versorgung mit humanen Transplantaten aus

13.05.2026

BERLIN, 13. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Das gemeinnützige Deutsche Institut für Zell- und Gewebeersatz (DIZG) hat seinen aktuellen Jahresbericht veröffentlicht und verzeichnet erneut einen Anstieg der bereitgestellten humanen Gewebetransplantate. Damit leistet das Institut einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Patient:innen mit schweren Gewebedefekten. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei den eingegangenen Gewebespenden.

 

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Mehr humane Transplantate abgegeben

Im Jahr 2025 stellte das DIZG 70.594 Allografts bereit – 682 mehr als im Vorjahr. Die Transplantate wurden an klinische Einrichtungen in Deutschland sowie in 26 weitere Länder abgegeben. Mit 9.068 Transplantaten war die Nachfrage im Mai besonders hoch.

Zunahme der eingegangenen Gewebespenden

Im Berichtsjahr spendeten 3.572 Menschen Gewebe, 294 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der postmortalen Spenden stieg von 349 auf 422. Aus diesen Spenden konnte das gemeinnützige Institut 7.831 Einzelgewebe gewinnen – ein Plus von 1.636 gegenüber 2024. Insbesondere die Knochenspenden nahmen deutlich zu (von 3.983 auf 4.839). Auch die Zahl der eingegangenen Hüftkopfspenden aus endoprothetischen Eingriffen erhöhte sich: Sie stieg von 2.946 auf 3.103.

„Jede Zunahme der Gewebespende bedeutet, dass mehr Patient:innen mit schweren Gewebedefekten eine verbesserte Gesundheit und mehr Lebensqualität erreichen können", sagt Geschäftsführer Jürgen Ehlers. „Der Anstieg zeigt zugleich, wie hoch der Bedarf an humanen Transplantaten bereits heute ist. Angesichts möglicher Krisenszenarien dürfte dieser weiter deutlich steigen. Prognosen gehen in Extremsituationen von bis zu 1.000 Schwerverletzten täglich aus. Um ihre Versorgung sicherzustellen, müssen sowohl die postmortale als auch die Lebend-Gewebespende stärker unterstützt werden – durch medizinische Einrichtungen, rechtsmedizinische Institute und politische Entscheidungsträger."

Lange Partnerschaft im Bereich Gewebespende

Bereits seit 2019 engagiert sich das Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) für die Gewebespende – als eine der wenigen rechtsmedizinischen Einrichtungen in Deutschland. Prof. Dr. med. Christian Braun, Teamleiter für die Gewebespende des Instituts, spricht im Interview über die enge Zusammenarbeit mit dem DIZG sowie über Beweggründe, Herausforderungen und zukünftigen Handlungsbedarf zur Förderung der Spendenbereitschaft in Deutschland. „Unsere Zustimmungsquote von 52 % zeigt, dass viele Menschen in Deutschland einer Spende grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Leider gibt es bislang kein Meldesystem für Personen, die zu Hause versterben und spendewillig sind", so Professor Braun.

Den Jahresbericht können Sie auf www.dizg.de einsehen.

Über das DIZG

Das gemeinnützige Deutsche Institut für Zell- und Gewebeersatz (DIZG) ist ein Arzneimittelhersteller mit Sitz in Berlin und zählt zu den größten pharmazeutisch und biotechnologisch orientierten Non-Profit-Einrichtungen dieser Art in Europa. Das DIZG stellt humane allogene Knochen- und Weichgewebetransplantate und als einzige Einrichtung deutschlandweit zudem autologe Zellkulturen für die Versorgung Schwerbrandverletzter bereit. Kliniken sowie Verbrennungszentren erhalten damit eine lebensrettende Therapieoption für ihre Patientinnen und Patienten.

Ziel ist es, möglichst vielen Menschen mit schwersten Gewebedefekten eine verbesserte Heilungsperspektive zu bieten. Aus diesem Grund fördert das Institut die Gewebespende und entwickelt die Vielfalt der Transplantate mit einer eigenen F&E-Abteilung stetig weiter. Das DIZG engagiert sich darüber hinaus in der Ausbildung junger Talente, sowohl im Rahmen von Abschlussarbeiten als auch mit Stellen für Werkstudierende, z. B. auf dem Gebiet der Biotechnologie.

Seit seiner Gründung im Jahr 1993 hat das DIZG fast 938.600 allogene Gewebetransplantate für medizinische Behandlungen abgegeben. Das DIZG ist eine Schwestereinrichtung der US-amerikanischen MTF Biologics, der weltweit größten Non-Profit-Gewebebank.

Mehr Informationen finden Sie unter www.dizg.de.

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Pressekontakt:

DIZG Deutsches Institut für Zell- und Gewebeersatz gemeinnützige GmbH

Jürgen Ehlers 

Tel.: +49 (0)30 6576 3198

E-Mail: markomm@dizg.de 

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Deutscher Aktienmarkt trotzt Unsicherheit – Auto-Werte unter Druck

04.05.2026

Der deutsche Aktienmarkt ist nach dem verlängerten Wochenende mit leichten Gewinnen in den Mai gestartet. Der Dax notierte wenige Minuten nach Xetra-Eröffnung am Montag 0,14 Prozent höher bei 24.328 Punkten und knüpfte damit an die kräftige Erholung vom vergangenen Donnerstag an. Bereits der vorbörsliche X-Dax hatte auf einen freundlichen Start hingedeutet und lag rund eine Stunde vor Handelsbeginn 0,35 Prozent im Plus bei 24.377 Punkten.

Am letzten Handelstag vor dem Feiertag hatte der Leitindex mit einer deutlichen intraday-Trendwende das angeschlagene Chartbild aufgehellt. Nach einem Start am Tagestief von 23.715 Punkten gewann der Dax im Verlauf fast zweieinhalb Prozent und schloss auf Tageshoch. Der MDax der mittelgroßen Werte setzte die Erholung am Montag mit einem Plus von 0,77 Prozent auf 30.826 Zähler dynamischer fort, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 leicht im Minus lag.

Die Stimmung bleibt dennoch fragil. Marktteilnehmer beobachten weiter die Entwicklung im Nahost-Krieg, die Ölpreisentwicklung und insbesondere die Lage rund um die Straße von Hormus. Die Situation habe sich über das Wochenende „nicht wesentlich verbessert, aber auch nicht wesentlich verschlechtert“, sagte Andreas Lipkow von CMC Markets. Die Nachrichtenlage sei nach wie vor undurchsichtig, was die Risikobereitschaft der Investoren bremse.

Zusätzlichen Druck erhält der Markt von der Handelspolitik der USA. US-Präsident Donald Trump kündigte auf seiner Plattform Truth Social eine deutliche Anhebung der US-Zölle auf Fahrzeuge aus der EU an und zielte dabei besonders auf Europa und Deutschland. Die EU-Kommission behält sich Gegenmaßnahmen vor, sollte Washington die Pläne umsetzen. An die Rhetorik Trumps haben sich Anleger indes ein Stück weit gewöhnt: Laut Jens Klatt vom Broker XTB waren frühere Zolldrohungen häufig Teil der Verhandlungsmasse oder wurden im Zeitverlauf angepasst. Er hält auch diesmal rasche bilaterale Gespräche zwischen den USA, der EU und deutschen Herstellern für wahrscheinlich.

Ungeachtet dieser Einordnung standen Autoaktien zum Wochenauftakt unter Druck. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen wurden im vorbörslichen Handel auf Tradegate unter ihren Xetra-Schlusskursen vom vergangenen Donnerstag gesehen und galten auch im Dax als Belastungsfaktor. Die Kombination aus geopolitischen Risiken, unsicherer Handelspolitik und sektorbezogenen Zolldrohungen dürfte den Sektor vorerst volatil halten, selbst wenn der Gesamtmarkt zum Start in den Mai einen überwiegend freundlichen Ton anschlägt.