Envision Energy und ju:niz Energy realisieren erste Gen-8-BESS-Projekte und versorgen Deutschlands zukünftige Energiesysteme mit Strom

08.07.2026

MÜNCHEN, 8. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Envision Energy, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich grüner Technologien, ist eine Partnerschaft mit ju:niz Energy eingegangen, um seine ersten Gen-8-BESS-Projekte in Deutschland mit einer Gesamtkapazität von 140,6 MWh zu realisieren. Die auf der Intersolar Europe in München angekündigte Zusammenarbeit markiert den strategischen Einstieg von Envisions Geschäftsbereich „Future Energy Systems" in einen der wichtigsten Speichermärkte Europas und legt den Grundstein für eine umfassendere Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen. Aufbauend auf diesem Meilenstein werden Envision und ju:niz weiterhin Möglichkeiten ausloten, um die Speicherinfrastruktur der nächsten Generation auszubauen und die Entwicklung flexiblerer, widerstandsfähigerer und zukunftsfähigerer Energiesysteme in ganz Deutschland und Europa zu unterstützen.

Left to right: Ignacio Gallego, Strategic Accounts Sales Director, Envision Energy; Thekla Chaplar, Senior Commercial Manager, Envision Energy; Henry Peng, President Europe & Latin America, SVP of Envision Energy; Thomas Stephanblome, CEO, ju:niz Energy; Mo Siddiqui, Sales Director Germany, Envision Energy; Vural Oezcan, COO, ju:niz Energy

Die Partnerschaft umfasst zwei Projekte: S10, eine 88,4-MWh-Anlage in Baindt in Süddeutschland, und S15, eine 52,2-MWh-Anlage in Schöningen in Norddeutschland. Als führender Projektentwickler, Eigentümer und Betreiber ist ju:niz dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass die Projekte den Anforderungen des Marktes, der Aufsichtsbehörden, der Netzbetreiber und anderer Interessengruppen entsprechen, und gleichzeitig wichtige Meilensteine termingerecht und unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards zu erreichen. Envision wird diese Bemühungen als einer der wichtigsten Technologiepartner unterstützen und dabei sein globales Know-how im Bereich KI-gestützter Zukunftsenergiesysteme nutzen, um eine integrierte Speicherlösung auf Basis seiner neuesten Gen-8-BESS-Plattform bereitzustellen, die sich durch eine Speicherdauer von vier Stunden, fortschrittliche Batterietechnologie und netzbildende Fähigkeiten auszeichnet. Die Projekte wurden konzipiert, um dem wachsenden Bedarf Deutschlands an einer flexiblen und zuverlässigen Energieinfrastruktur gerecht zu werden. Sie werden die Netzflexibilität verbessern, die Widerstandsfähigkeit des Systems stärken und eine stärkere Einbindung erneuerbarer Energien fördern. Gemeinsam bilden sie die Grundlage für eine umfassendere Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen, wobei weitere Möglichkeiten zur Ausweitung der Speicherinfrastruktur der nächsten Generation in ganz Deutschland und Europa erwartet werden.

Gestützt auf ein starkes ju:niz-Team mit fundierten Kenntnissen der regulatorischen und technischen Rahmenbedingungen in Deutschland und kombiniert mit der weltweiten Umsetzungserfahrung von Envision vereint die Zusammenarbeit technologische Reife, lokale Expertise und Umsetzungsfähigkeit auf Systemebene, um eine zuverlässige Umsetzung in einem hochkomplexen Markt zu gewährleisten. Die Projekte werden zudem als skalierbares Referenzbeispiel für den Einsatz von Speicheranlagen der nächsten Generation in ganz Europa dienen.

Henry Peng, Senior Vice President und President der Regionen EU und Lateinamerika bei Envision Energy, erklärte: „Diese Projekte stellen einen wichtigen Meilenstein für die Expansion von Envision in Deutschland und Europa dar. Da sie unterschiedliche regionale Netzbedingungen abdecken, zeigen sie, wie sich unsere integrierte Gen 8BESS-Plattform und unsere KI-gestützten Future Energy Systems an vielfältige Marktanforderungen anpassen können. Durch die Kombination fortschrittlicher Speichertechnologie mit netzbildenden Fähigkeiten konzentrieren wir uns darauf, Innovation in langfristigen Systemwert umzuwandeln und eine widerstandsfähigere Energiezukunft in ganz Europa zu fördern."

„Die Energiewende in Deutschland tritt in eine neue Phase ein, in der eine fortschrittliche Speicherinfrastruktur eine entscheidende Rolle bei der Integration erneuerbarer Energien und der Gewährleistung einer zuverlässigen Stromversorgung für Gemeinden und Unternehmen spielen wird", fügte Dr. Thomas Stephanblome, CEO von ju:niz, hinzu. „Wir freuen uns sehr, einen weiteren Partner in unser Lieferantennetzwerk aufzunehmen. Unsere gemeinsamen Projekte mit Envision spiegeln unser gemeinsames Bestreben wider, hochwertige Speicherinfrastruktur bereitzustellen, die auf die sich wandelnden Netzanforderungen in Deutschland zugeschnitten ist, und gleichzeitig einen übertragbaren Weg für Speicherlösungen in der gesamten Region zu etablieren."  

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Französische Budgetpläne lösen Kursdruck auf Rheinmetall-Aktie aus

15.06.2026

Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.

Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.

Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.

Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.