Der weltweit führende Tier-1-Zulieferer YFORE fertigt ersten in den USA produzierten digitalen Schlüssel

30.08.2026

SUWANEE, Georgia, 30. August 2026 /PRNewswire/ -- YFORE Technology hat heute in seinem Werk in Suwanee, Georgia, offiziell seinen ersten in den USA hergestellten digitalen Schlüssel vom Band laufen lassen und damit den Start der lokalisierten Massenproduktion für Nordamerika eingeläutet. Mithilfe einer integrierten End-to-End-Architektur vom Typ „Fahrzeug-Cloud-Gerät" liefert YFORE digitale Zugangssysteme in Automobilqualität, die die globalen Allianzstandards für Automobil-OEMs vollständig erfüllen.

Aufbau einer Multiprotokoll-Zugangsplattform 

Als etablierter Anbieter von digitalen Schlüsseln schlägt YFORE eine nahtlose Brücke zwischen Fahrzeugen, Cloud-Diensten und Smart-Geräten. Durch die Kombination der Protokolle BLE, UWB und NFC bietet das Unternehmen ein vielseitiges Produktportfolio für den digitalen Zugang, das für die Unterstützung vielfältiger Mobilitätsszenarien ausgelegt ist.

Hochpräzise Entfernungsmessung und UWB-Radar-Multiplexing

Um gängige Herausforderungen der Branche wie Latenzzeiten bei der Annäherung und „Ping-Pong"-Lock-Zyklen zu bewältigen, die durch Mehrwegausbreitung und Karosserieabschattung verursacht werden, nutzt der digitale Schlüssel der nächsten Generation von YFORE Bluetooth® 6.0 Channel Sounding und UWB-Technologie. Durch die Kombination von Phase-Based Ranging (PBR) und Round-Trip Time (RTT) erreicht das System eine bidirektionale räumliche Präzision im Zentimeterbereich, während es unabhängig von Mobilfunknetzen arbeitet und Schwachstellen durch Relay-Angriffe mindert. Es erweitert die stabile Funkreichweite um bis zu 30 % gegenüber herkömmlichen Systemen und bietet ein nahtloses, freihändiges PEPS-Erlebnis mit einer Aktivierung beim Betreten aus 10 m Entfernung, passiver Entriegelung aus 2 m Entfernung und automatischer Verriegelung beim Verlassen aus 6 m Entfernung.

Über den Zugang zum Fahrzeug hinaus maximiert YFORE die Systemeffizienz durch die Wiederverwendung fahrzeugseitiger UWB-Anker. Softwaregesteuerte Upgrades ermöglichen nahtlos erweiterte Radar-Funktionen in vielfältigen Szenarien, darunter die Erkennung von Kindern im Fahrzeuginneren und die Insassenerkennung, UWB-Kick-Sensing sowie den energiesparenden Wachmodus für umfassende Fahrzeugsicherheit und Komfort.

Zugang mit mehreren Zugangsmedien und flexible Bereitstellung

YFORE präsentierte zudem Smart-KeyFobs aus verschiedenen Materialien, gefertigt aus Keramik, Leder, Glas und mit hochwertigen matten Oberflächen, sowie vielseitige NFC-Zugangslösungen. Das modulare NFC-Paket unterstützt NFC-fähige Smartphones, Wearables und Schlüsselkarten und ermöglicht eine flexible Integration in B-Säulen, Außenspiegel und Türgriffe, die mit kapazitiven Berührungssensoren ausgestattet sind. Dieser Meilenstein unterstreicht die Full-Stack-Innovation von YFORE sowie die agile, nahgelegene Fertigungspräsenz bei der Belieferung globaler OEMs.

Informationen zu YFORE

YFORE ist ein globaler Tier-1-Zulieferer für Automobilelektronik, der sich der Gestaltung der Zukunft der intelligenten Mobilität verschrieben hat. In Zusammenarbeit mit mehr als 30 führenden Automobilherstellern weltweit liefert YFORE leistungsstarke Lösungen in Automobilqualität für die Bereiche Intelligenter Zugang, Intelligenter Spiegel und Intelligente Sensorik. Mit einer Präsenz in Nordamerika, Europa und Asien verbindet YFORE globales technisches Know-how mit lokaler Umsetzung, um die nächste Ära vernetzter Fahrzeuge voranzutreiben.

Weitere Informationen finden Sie unter www.yftech.com/en oder folgen Sie YFORE auf LinkedIn.

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/der-weltweit-fuhrende-tier-1-zulieferer-yfore-fertigt-ersten-in-den-usa-produzierten-digitalen-schlussel-302864342.html

Französische Budgetpläne lösen Kursdruck auf Rheinmetall-Aktie aus

15.06.2026

Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.

Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.

Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.

Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.