BREDA, Niederlande, 12. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Während der Welternährungstag am 16. Oktober die weltweite Aufmerksamkeit auf das Essverhalten lenkt, stellt eine neue Studie der BUas den gängigen Ratschlag „Geh niemals hungrig einkaufen" in Frage.

Sait Durgun, Forscher im Bereich Freizeit und Veranstaltungen und Mitarbeiter des BUas Experience Lab, untersuchte anhand von realen Supermarktdaten den Einfluss von Hunger und Einkaufsabsicht auf ungeplante Käufe. Im Rahmen der Studie wurden 323 Einkäufer begleitet, 3.819 einzelne Artikel aus ihren Kassenzetteln analysiert und unmittelbar nach dem Einkauf der Hunger auf einer Skala von 0 bis 10 gemessen.
Die begrenzte Reichweite von Hunger
Betrachtet man den gesamten Warenkorb, hatte der Hunger keinen signifikanten Einfluss auf ungeplante Käufe. Die einzige Ausnahme: Snacks und Süßigkeiten, wobei jeder Anstieg des Hungergefühls um einen Punkt (auf einer Skala von 0 bis 10) mit einem Anstieg der Wahrscheinlichkeit eines ungeplanten Kaufs um 9 % einherging.
Auch das Alter spielt eine Rolle
Ältere Käufer neigten weniger dazu, ungeplante Einkäufe zu tätigen. Personen ab 55 Jahren gaben in der Studie an, am stärksten unter Hunger zu leiden , tätigten jedoch die wenigsten ungeplanten Einkäufe, was darauf hindeutet, dass Erfahrung und Selbstbeherrschung den körperlichen Appetit überwinden können.
Der wichtigste Faktor ist der Einkaufszweck
Der mit Abstand aussagekräftigste Indikator war , warum die Besucher hereinkamen. Kunden, die lediglich zum Stöbern gekommen waren, tätigten in 69 % der Fälle ungeplante Einkäufe, gegenüber 24 % bei routinemäßigen Lebensmitteleinkäufen – ein fast neunfacher Unterschied, selbst wenn man den Hunger berücksichtigt. „Der Rat ist ganz einfach", sagt Durgun. „Was man vor dem Betreten des Ladens vorhat, könnte für Spontankäufe eine größere Rolle spielen als der eigene Hunger."
Erfahren Sie mehr unter: Man sollte nicht hungrig einkaufen gehen? Eine auf Kaufbelegen basierende Feldstudie zu Hunger, Einkaufsabsichten und Spontankäufen – BUas-Forschungsportal
Hinweis für die Redaktion
Die Fachhochschule Breda ist eine international ausgerichtete Hochschule, die unter anderem Studiengänge in den Bereichen Freizeit & Veranstaltungen sowie Gastgewerbe anbietet.

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Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellt die Weichen für die nächste Förderperiode – und verschiebt die Gewichte im deutschen Wissenschaftssystem. Zu den bundesweit fünf neuen Exzellenzstandorten gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) durchgesetzt haben. Ebenfalls erfolgreich waren in Nordrhein-Westfalen die Universität zu Köln sowie der Verbund Ruhr Innovation Lab aus TU Dortmund und Ruhr-Universität Bochum.
Für Hessen ist die Entscheidung ein Durchbruch: Erstmals tragen Universitäten des Landes ab 2027 den Titel „Exzellenzuniversität“. Die RMU-Allianz erhält nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums über sieben Jahre eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro, finanziert zu 75 Prozent vom Bund. Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von den ersten Exzellenzunis in Hessen und zugleich vom ersten länderübergreifenden Verbund in der Exzellenzstrategie. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnet den Titel als Meilenstein für die Forschungslandschaft des Landes. Ein mittelhessischer Verbund aus den Universitäten Gießen und Marburg blieb im Wettbewerb dagegen ohne Erfolg.
Auch Nordrhein-Westfalen stärkt seine Rolle als Hochburg der Spitzenforschung. Neben der Universität Köln, die den begehrten Status nach einer früheren Förderphase von 2012 bis 2019 zurückerhält, steigt der Verbund aus TU Dortmund und Ruhr-Uni Bochum als Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzuniversitäten auf. Nach Angaben des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums baut das Land damit seine Führungsposition aus. Die Universität Bonn und die RWTH Aachen hatten ihren Exzellenzstatus bereits im Frühjahr verteidigt, sodass NRW künftig mit vier Standorten vertreten ist. Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet dies insbesondere als Signal für die internationale Sichtbarkeit des Ruhrgebiets als Wissenschafts- und Innovationsstandort.
In Bonn gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) neben den Standorten in Hessen und NRW auch die Universitäten Freiburg und Jena als neue Exzellenzunis bekannt. Für Einzeluniversitäten sieht das Programm Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr vor, bei Verbünden wie der Rhein-Main-Allianz oder dem Ruhr Innovation Lab können es bis zu 28 Millionen Euro sein. Damit wächst die Riege der Exzellenzuniversitäten, deren bisher neun Standorte – darunter Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie die Berlin University Alliance – ihre Förderung bereits im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert hatten. Der Titel ist jeweils an regelmäßige Überprüfungen der Fördervoraussetzungen geknüpft.