In dem durch den Bürgerkrieg gezeichneten Jemen ist ein Mitarbeiter des Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte verstorben. Berichten zufolge wurde der Mitarbeiter in einem Gefängnis der von Iran unterstützten Huthi-Rebellen zu Tode gefoltert. Dieser Vorfall folgt auf eine Phase langer Ungewissheit über den Verbleib der Inhaftierten.
Insgesamt befinden sich derzeit etwa 70 UN-Mitarbeiter in den Gefängnissen der Huthi-Rebellen. Die hohe Zahl an Festnahmen stellt eine massive Eskalation der Sicherheitslage für internationales Personal dar. Die Betroffenen sitzen in Einrichtungen der Rebellen fest, die Unterstützung aus dem Iran erhalten.
Der UN-Hochkommissar Türk äußerte sich zutiefst erschüttert über den Tod seines Kollegen. Er äußerte zudem massive Besorgnis über die aktuelle Situation im Land. Türk fürchtet nun konkret um das Leben der weiteren Kollegen, die noch immer in Huthi-Haft sind.
Die Ereignisse unterstreichen die prekäre Lage der Vereinten Nationen im Jemen. Die Folterung eines Mitarbeiters eines Menschenrechtsorgans markiert einen Tiefpunkt in den Beziehungen zu den Rebellen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Situation der verbleibenden Gefangenen mit wachsender Sorge.


